| Irre - Wir behandeln die Falschen: Unser Problem sind die Normalen - Eine heitere Seelenkunde |  | Autor: Manfred Lütz Urheber: Manfred Lütz, Eckart von Hirschhausen Verleger: Gütersloher Verlagshaus
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Medium: Gebundene Ausgabe Ausgabe: 16 Seiten: 208 Versandgewicht: 0.9 Maße (innen): 8.7 x 5.6 x 0.9
ISBN: 3579068792 EAN: 9783579068794 ASIN: 3579068792
Publikation: September 14, 2009 Verfügbarkeit: Versandfertig in 1 - 2 Werktagen
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| Redaktionelle Rezensionen:
Aus der Amazon.de-Redaktion Hitlers Taten waren abscheulich. Doch der Diktator war nicht psychisch krank, sondern normal. Statistisch gesehen verüben psychisch Kranke sogar weniger Straftaten als Normale, weià Psychiater Manfred Lütz aus dem Klinikalltag zu berichten. In seinem Streifzug durch die Spielarten der menschlichen Psyche versucht der Autor, das Wesentliche von Psychiatrie und Psychotherapie darzustellen. Prima, wenn endlich jemand anschaulich erklärt, worüber viele sprechen, aber nur wenige wirklich eine Ahnung haben. Hauptsächlich dreht es sich um psychische Krankheiten und gängige Therapien. Zunächst führt uns Lütz jedoch vor Augen, wie sehr das Verhalten psychisch Gesunder seltsame Blüten treibt. âNormalos“, die in stumpfer und spieÃiger Atmosphäre vor sich hindümpeln, bekommen genau so ihr Fett ab wie diejenigen, die Blödsinn professionell erzeugen. Dazu zählt Lütz die Ergüsse von Dieter Bohlen, Paris Hilton oder wilde esoterische Pendeleien. Zugegeben, das Inhaltsverzeichnis sieht arg nach Seminararbeit aus. Die Stärke des Buches macht aus, dass Lütz viele plastische Beispiele anbietet, um nackte Theorie mit Leben zu füllen. So verstehen Laien besser, was zum Beispiel Depressive von Manikern unterscheidet. Und wenn wir erfahren, wie eine Patientin einmal die Bundeswehr aufmischte, öffnet sich die Pforte zum Reich der netten Anekdote. Bei der neuen âVolkskrankheit“ Alzheimer konstatiert Lütz: âWie eine Gesellschaft mit ihren Demenzkranken umgeht, das ist die Nagelprobe für ihre Menschlichkeit.“ Ergo ist die von Lütz angekündigte âheitere Seelekunde“ so lustig nun auch wieder nicht. Tatsächlich fehlt es Lütz nicht am nötigen Ernst, wenn etwa dargelegt wird, wie wenig Wahlfreiheit Süchtige haben, was im Wahnsystem schizophrener Patienten passiert oder wann Psychopharmaka eine befreiende Wirkung entfalten. Dass wir die Falschen behandeln, wie der Untertitel des Buches reiÃerisch ankündigt, erweist sich als zu viel des Guten. Auf alle Fälle gilt: âDas mutwillige oder zynische Suchen nach Defiziten bei gesunden Menschen ist menschenunwürdig“, wie der Psychiater und Arzt vor Risiken und Nebenwirkungen der Lektüre warnt. Und während die einen die bisweilen betont locker-flockige Art des Autors weniger mögen, sehen andere darin eine souveräne Haltung voll heiterer Demut. Unter dem Strich lautet deshalb die Diagnose des Kritikers: Prädikat wahnsinnig lesenswert! – Herwig Slezak
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| Kundenrezensionen:
Rezensionen anzeigen 1-5 von 113
Die Relativierung des "Normalen" September 3, 2010 J. Melz Die individuelle Wahrnehmung des Buches führt natürlich zu unterschiedlichen Reaktionen - bei mir zu folgenden:
Meine ursprüngliche Angst vor einer unwissenschaftlichen oder gar oberflächlichen Problembetrachtung war unbegründet. Wenigstens meinem Anspruch wurde es gerecht.
Die mir durchaus wichtige Bestätigung der eigenen Meinung habe ich im Zusammenhang mit der Relativierung des "Normalen" erfahren. "Normalität" im individuellen Verhalten als Handlungsmaxime wird so in Frage gestellt, dass ich es mit Vergnügen gelesen habe.
buch August 31, 2010 schnullrlocke hab es selber noch nicht gelesen, war ein geschenk für meinen freund der sehr begeistert davon ist
Sehr interessant August 30, 2010 Claudia Dreßler 1 aus 2 fanden die folgende Rezension hilfreich
Dieses Buch liest sich nicht einfach wenn man nicht vom Fach kommt. Es ist aber trotzdem auch für jemanden der sich nicht mit Psychischen Krankheiten auskennt empfehlenswert. Ich kann es sehr empfehlen.
Na ja, hatte mir mehr erwartet August 28, 2010 FG Ich habe dieses Buch geschenkt bekommen, selbst hätte ich es mir wahrscheinlich nicht gekauft. Aber da ich es nun einmal hatte, hab ichs natürlich auch gelesen und bin insgesamt nicht besonders begeistert. Ich hatte irgendwie eine kritische Auseinandersetzung mit unserer Gesellschaft und deren Umgang mit psychisch Kranken erwartet, aber darum ging es eigentlich gar nicht bzw. nur am Rande. Stattdessen präsentiert der Autor im 1. Teil eine Plattitüde nach der anderen, nach dem Motto "Hitler und Dieter Bohlen waren/sind auch nicht psychisch krank, obwohl sie sich auffällig verhalten (haben)". Mal abgesehen davon, dass ich das eine sehr gewagte These finde, verfehlt der Autor meiner Meinung nach damit völlig das Ziel seines Buches und verabschiedet sich damit auch von jeder Seriösität und jedem fachlichem Anspruch. Den 2. Teil fand ich etwas gelungener, hier beschriebt er verschiedene psychische Erkrankungen mit einfachen Worten und schafft es zumindest, dem psychologisch und psychiatrisch Interessierten einen ersten Überblick zu geben. Mehr aber auch nicht.
Insgesamt war das Buch für mich eine Enttäuschung. Ich würde es nicht weiterempfehlen.
Keine Bettlektüre August 23, 2010 Beate Kahl 1 aus 3 fanden die folgende Rezension hilfreich
Von dem Buch "Irre - wir behandeln die Falschen" habe ich ein kurzweiliges Werk erwartet, im Stile von Eckart von Hirschhausen, also quasi comedy-tauglich.
Es ist zwar heiter geschrieben, erfordert aber weit mehr Konzentration, als ich gedacht habe.
Gut zu lesen ist es dennoch auch sehr interressant und mit Passagen zum Schmunzeln, aber aus meiner Sicht als Bettlektüre und/oder Schenkelklopfer nicht geeignet.
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